Der ursprünglich aus Ostasien stammende Götterbaum zählt zu den invasiven Neophyten und breitet sich sowohl über Samen als auch durch zahlreiche Wurzelausläufer rasch aus. Er wächst sehr schnell, verdrängt heimische Pflanzenarten und kann durch die Abgabe bestimmter Stoffe das Wachstum anderer Pflanzen hemmen. Dadurch gehen wertvolle Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten verloren.
Im Zuge des Pilotprojekts wurde die Behandlung mit Ailantex® durchgeführt. Dabei handelt es sich um ein biologisches Präparat auf Basis eines natürlich vorkommenden Welkepilzes, das gezielt gegen den Götterbaum eingesetzt wird. Über kleine Bohrungen wird das Mittel in den Stamm eingebracht und kann sich über das Wurzelsystem im Baum ausbreiten. Dadurch werden auch verbundene Wurzelausläufer erreicht, wodurch die Gefahr eines neuerlichen Austriebs reduziert wird.
Besonders wichtig ist die fachgerechte Anwendung der Methode. Das einfache Fällen oder unsachgemäße Zurückschneiden von Götterbäumen kann zu einer verstärkten Bildung von Wurzelschösslingen führen und die weitere Ausbreitung sogar begünstigen. Deshalb setzt die KLAR! Thermenlinie auf Information, Schulung und die Zusammenarbeit mit Expert:innen.
Das Pilotprojekt in Bad Vöslau bildet den Auftakt für ein regionales Netzwerk zum Thema invasive Neophyten. Die KLAR! Thermenlinie möchte Gemeinden künftig verstärkt bei der Erkennung problematischer Arten unterstützen, Erfahrungen austauschen und gemeinsam geeignete Maßnahmen zum Schutz der heimischen Biodiversität entwickeln.
Denn der Erhalt unserer natürlichen Lebensräume beginnt oft mit dem Blick auf jene Arten, die dort eigentlich nicht hingehören – und mit dem gemeinsamen Handeln vor Ort.







