KEM-Pilotprojekt zur regionalen Energieraumplanung startet in Pfaffstätten und Traiskirchen

Mai 9, 2026 | Allgemein

Die KEM Thermenlinie, Pfaffstätten und Traiskirchen gehen gemeinsam einen neuen Weg. Hier starten wir ein Pilotprojekt zur regionalen Energieraumplanung in Kooperation mit dem Institut für Raumplanung der TU Wien. Das heißt: Wir schauen genau hin, wo Energie gebraucht wird, wo wir sparen können und wo erneuerbare Energie gut passt. So machen wir unsere Orte energie- und klimafit.

Den Auftakt am 11. März eröffnete Dr. Hartmut Dumke (TU Wien) und KEM-Manager Daniel Youssef (Modellregion Thermenlinie) im BiZENT Traiskirchen. Der Bürgermeister von Pfaffstätten und Obmann der Modellregion Thermenlinie Christoph Kainz und Gemeinderätin Julia Gurnhofer von Seiten der Stadt Traiskirchen begrüßten die Gäste und die Studierenden. Die Stimmung: offen, pragmatisch, zukunftsorientiert.

In der ersten Phase wurden Daten zu Gebäuden, Wärme, Verkehr und erneuerbaren Quellen gesammelt. Ziel ist, regionale Energie effizient zu nutzen und Kosten zu senken. Und zwar so, dass Energie durch regionale Bereitstellung für alle leistbar ist.

In der gemeinsamen Diskussion zur energieraumplanerischen Bestandsaufnahme wurden „Hotspots“ sichtbar. In Pfaffstätten gibt es gute Flächen für Innenentwicklung entlang der Hauptachsen und einen Bedarf an Sanierungen im alten Ortskern. In Traiskirchen bieten sich Nachverdichtungen und die Stärkung der Zentren an. Wir prüfen PV auf öffentlichen Dächern und Hallen, mögliche Agri-PV-Flächen und Abwärme aus Betrieben. In Siedlungsgebieten gilt: innen vor außen, ein attraktive und komfortable Mobilitätsangebote, mehr Grün und kühlere Plätze. In der Kulturlandschaft achten wir aufs Landschaftsbild und Biodiversität. In Gewerbe und Industrie nutzen wir Dächer für Solar, Abwärme und gute Lade-Infrastruktur.

Vier Themen leiten unsere weitere Arbeit

1. Gebäude: Heute verbrauchen viele Häuser viel Heizenergie. Morgen wollen wir sanieren, dämmen und erneuerbare Wärme nutzen, etwa Erdwärme, Wärmepumpen oder kleine Wärmenetze.
2. Mobilität: Heute fahren viele mit dem Auto, Radwege sind oft lückenhaft. Morgen setzen wir auf kurze Wege, guten öffentlichen Verkehr und sichere Radverbindungen, sowie E-Mobilität.
3. Energieträger: Heute sind Gas und Öl noch stark vertreten. Morgen bringen wir mehr Solarstrom, Geothermie, Abwärme und nachhaltige Biomasse in die Region.
4. Wirkung: Wir wählen Maßnahmen, die viel CO2 sparen und sich rechnen. Quartierslösungen haben dabei oft die beste Wirkung.

ERP-Dimensionen

Die TU Wien und ihre Master-Studierenden der Raumplanung sind mit an Bord. Bis zum nächsten Plenum starten wir mit der Datensammlung, bilden Teams und starten mit der Bestandsaufnahme und -analyse. Im Selbststudium vertiefen wir Wissen mit kurzen Leitfäden und good-practice Beispielen.

Mit Tatkraft und Sachverstand geht die KEM Thermenlinie voran. Die regionale Energieraumplanung wird so zum Instrument, um eine lebenswerte, energie- und klimafitte Zukunft zu gestalten – sicher, leistbar und gemeinschaftlich. Wir halten Sie auf dem Laufenden!