Umweltmediziner Univ.-Prof. Dr. Hanns Moshammer zeigte auf, welche Auswirkungen Hitzewellen, UV-Strahlung, Luftverschmutzung und Allergene auf die Gesundheit haben. Besonders ältere Menschen, Kinder und Personen mit Vorerkrankungen sind durch extreme Hitze gefährdet. Die vorgestellten Erkenntnisse verdeutlichten die Bedeutung von Prävention und frühzeitiger Information, um gesundheitliche Folgen zu minimieren.
Ergänzend dazu wurden aktuelle Klimadaten der Thermenregion präsentiert. Diese zeigen, dass die Region bereits heute von steigenden Temperaturen, häufigeren Hitzetagen und längeren Trockenperioden betroffen ist. Neben Maßnahmen wie Begrünung, Beschattung und der Schaffung kühler Aufenthaltsorte wird künftig auch die geplante Kaltluftanalyse eine wichtige Grundlage für die Raumplanung der Gemeinden bilden. Ziel ist es, Frischluftkorridore zu identifizieren und langfristig zu sichern, um die Lebensqualität in den Gemeinden auch in Zukunft zu erhalten.
Ein weiterer Programmpunkt war die Vorstellung der Ergebnisse der Klima:WIN Umfrage 2025 in Mödling durch das Klimabündnis Niederösterreich. Dabei wurden Hitze-Hotspots, kühle Orte sowie die Bedürfnisse der Bevölkerung analysiert. Die Ergebnisse liefern wichtige Impulse für eine hitzeresiliente Stadtentwicklung und zeigen auf, welche Maßnahmen von den Bürgerinnen und Bürgern besonders gewünscht werden.
Dass Hitzeschutz auch eine soziale Dimension hat, zeigte die Vorstellung der Klimaoase der Evangelischen Pfarrgemeinde Mödling und der Caritas. Die Klimaoase bietet Menschen die Möglichkeit, der Sommerhitze zu entfliehen, kostenlose Getränke zu genießen und Zeit miteinander zu verbringen. Gerade für ältere Menschen und Personen mit wenigen sozialen Kontakten können solche Begegnungsräume einen wichtigen Beitrag zum Wohlbefinden leisten.
Der Hitze-Informationstag machte deutlich, dass die Anpassung an steigende Temperaturen nur gemeinsam gelingen kann. Gemeinden schaffen durch klimafitte Planung die notwendigen Rahmenbedingungen, Organisationen und soziale Einrichtungen unterstützen mit konkreten Angeboten und die Bevölkerung selbst kann durch Vorsorge und gegenseitige Unterstützung einen wichtigen Beitrag leisten. Hitzeschutz wird damit zunehmend zu einer Gemeinschaftsaufgabe – mit dem gemeinsamen Ziel, die Lebensqualität in der Region auch in Zeiten des Klimawandels langfristig zu erhalten.




