Ziel der Veranstaltung war es, praxisnah zu vermitteln, wie ökologische und regional angepasste Stauden zur nachhaltigen Grünraumpflege beitragen können. Besonders hervorgehoben wurde die Bedeutung von Grünflächen als „Tankstellen“ für Insekten – und damit auch als wichtige Nahrungsgrundlage für Vögel und andere Tiere.
Im Fokus standen robuste, standortgerechte Pflanzen sowie nachhaltige Pflegekonzepte. Das von Fachexpert:innen entwickelte Regionsbeet setzt auf ausgewählte, robuste Pflanzen, die mit wenig Wasser auskommen, auf mageren Böden wachsen und auch heißen, trockenen Sommern standhalten – ein echter Gewinn für Gemeinden und Natur.
Neben theoretischen Inputs konnten die Bauhofmitarbeiter:innen das Gelernte trotz Schlechtwetters direkt in die Praxis umsetzen. Die gute Stimmung und das große Engagement zeigten den hohen Praxiswert der Veranstaltung.
Ein besonderer Mehrwert für die Region: Die verwendeten heimischen Stauden sowie das speziell abgestimmte Substrat wurden allen Mitgliedsgemeinden zur Verfügung gestellt. Damit sollen klimafitte und biodiversitätsfördernde Staudenbeete in allen zehn Gemeinden der Modellregion Thermenlinie langfristig etabliert werden.
In den kommenden Jahren ist zudem geplant, diese Flächen durch sogenannte Beetpatenschaften weiter auszubauen und die Bevölkerung aktiv einzubinden. So entstehen zusätzliche Lebensräume und gleichzeitig wird das Bewusstsein für Biodiversität im Siedlungsraum gestärkt.
Ein weiterer Höhepunkt des Tages war die Verleihung der „Natur im Garten“-Regionsurkunde durch Geschäftsführerin Christa Lackner. Diese Ehrung würdigt das große Engagement der Mitgliedsgemeinden, die konsequent auf chemisch-synthetische Pestizide, Torf und chemisch-synthetische Düngemittel verzichten.
Den gelungenen Abschluss fand der Praxistag bei einer gemeinsamen Stärkung beim Heurigen.

